Für Pflanzenschutzaufzeichnungen stellt die Landwirtschaftskammer kostenlose Excel-Eingabehilfen bereit. Das LK-Pflanzenschutz-Tool wird in einer Variante für Excel 365 und einer abwärtskompatiblen Variante angeboten. Die steirische Vorlage enthält eigene Informationen zu EPPO und BBCH. Wählen Sie die Arbeitsmappe nach Ihrem Behandlungstyp und ordnen Sie anschließend die tatsächlichen Daten Feld für Feld zu. [1][2]
Die wichtigste Vorbereitung ist der Abgleich von Anwendung, Produkt und Ort. Eine Datei kann nur die Werte enthalten, die tatsächlich erfasst und verständlich zugeordnet wurden. Die Kammer weist ausdrücklich darauf hin, dass die kostenlosen Excel-Programme keine Prüfung auf Aufzeichnungs- und Anwendungsfehler durchführen. [3]
Kostenlose LK-Dateien passend auswählen
Der Downloadbereich des LK-Pflanzenschutz-Tools nennt die Dateien „Pflanzenschutz-Tool 02-03-2026 Excel 365“ und „Pflanzenschutz-Tool 20-03-2026 Abwärtskompatibel“. Das Tool kann offline bearbeitet werden; die Kammer verlangt regelmäßige Aktualisierung, damit die hinterlegten Daten aktuell bleiben. [1][1]
Legen Sie vor dem ersten Einsatz eine unveränderte Blankokopie ab. Benennen Sie die Arbeitsdatei mit Betrieb und Jahr. Aktualisieren Sie zuerst eine getrennte Fassung und vergleichen Sie, wie vorhandene Datensätze übernommen werden. Vermeiden Sie das Überschreiben der ausgefüllten Jahresdatei durch eine neue leere Downloadversion. Nach einem Wechsel sollten Datum, Produktnummer, Mengenbezug und Ortsreferenz in einer ausgewählten Anwendung unverändert lesbar sein.
Die Kammerdateien sind im genannten Downloadbereich erreichbar. Die örtlichen Fristen und die vollständige Prüfung einer konkreten Anwendung werden durch die Auswahl einer Blankovorlage nicht ersetzt.
Verwendungsart vor der Mengenangabe festlegen
Die AMA-Feldliste unterscheidet Behandlung von Oberflächen, Behandlung geschlossener Räume und Behandlung von Saatgut oder Pflanzenvermehrungsmaterial. Für die verwendete Produktmenge und den behandelten Umfang werden entsprechend unterschiedliche Bezugsgrößen aufgeführt. [4][4]
| Tatsächlicher Vorgang | Worauf Sie bei der Einheit achten |
|---|---|
| Flächenbehandlung | Produktaufwand und behandelte Hektar getrennt zuordnen |
| Geschlossener Raum | Raum- oder Flächenbezug der Behandlung lesbar erhalten |
| Saatgut oder Pflanzenvermehrungsmaterial | Aufwand auf die zutreffende behandelte Menge beziehen |
| Punktuelle Behandlung | Ort und tatsächlich erfasste Einheit nachvollziehbar bezeichnen |
Bei Saatgut nennt die AMA Kilogramm, Tonnen oder Samenanzahl als behandelten Umfang. Bei Punktbehandlungen, etwa gegen Ampfer, nennt die LK die Erfassung des behandelten Grundstücks. Tragen Sie daher nicht allein deshalb einen Hektarwert ein, weil die vorhergehende Tabellenzeile eine Feldanwendung war. [4][1]
Das verwendete Mittel eindeutig erfassen
Die AMA verlangt Produktbezeichnung und Zulassungsnummer. Schreiben Sie beide Angaben zusammen in den Datensatz und vergleichen Sie die Nummer bei einer Wiederholung mit dem tatsächlich eingesetzten Produkt. [4]
Halten Sie eine interne Liste von Produkten getrennt von den ausgeführten Anwendungen. Eine neue Anwendung erhält ihren eigenen Zeit- und Ortsbezug, auch wenn die Produktidentität gleich bleibt. Wenn eine Nummer nicht eindeutig aus der Ausgangsnotiz übernommen werden kann, klären Sie sie vor Abschluss des Eintrags. Ein ähnlich klingender Produktname ist keine verlässliche Grundlage für eine stillschweigende Zuordnung.
Die Kammer nennt die Registernummer als weiterhin erforderliche Angabe für 2026 und erklärt, dass auch Nützlingseinsatz von der Aufzeichnungsverpflichtung umfasst ist. Verwenden Sie eine Produktliste deshalb so, dass die tatsächlich eingesetzten Mittel eindeutig wiedergefunden werden. [5]
EPPO und Kulturbezeichnung eintragen
Die Klarstellung der LK OÖ vom Mai 2026 akzeptiert neben dem EPPO-Code auch die deutsche Kulturbezeichnung; als Beispiel nennt sie die AMA-Schlagnutzungsart. Diese praktische Erläuterung bezieht sich auf das Anwendungsjahr 2026. [5]
Führen Sie Kultur und zugehörige Bezeichnung nach einem verständlichen, einheitlichen Muster. Bewahren Sie eine Zuordnungstabelle bei der Jahresdatei auf, wenn im Betrieb mehrere Schreibweisen vorkommen. Übernehmen Sie beim Kopieren einer Zeile nicht unbeachtet die Kultur des vorherigen Schlags. Prüfen Sie den Datensatz zuerst anhand des tatsächlich behandelten Bestands und danach anhand der Tabellenüberschrift.
Wann BBCH und Uhrzeit hinzukommen
Die AMA-Feldliste nennt das Entwicklungsstadium nach BBCH, sofern relevant. Die Kammerklarstellung bezeichnet BBCH für das Anwendungsjahr 2026 als nicht kontrollrelevant. Die Uhrzeit wird dort für Produkte mit entsprechender zeitlicher Einschränkung verlangt. [4][5][5]
Legen Sie bedingte Angaben in eindeutig benannten Feldern ab. Ein leeres Feld und ein nicht zugeordneter Wert sollten bei Ihrer internen Kontrolle unterscheidbar bleiben. Beim Anlegen der nächsten Jahresdatei prüfen Sie die verwendeten Hinweise neu, statt eine jahresbezogene Erleichterung als unveränderliche Programmlogik zu behandeln. Für Tirol behandelt der örtliche Leitfaden außerdem die ausdrücklich genannten Beginn- und Endzeiten bei den bezeichneten bienengefährlichen Mitteln.
Flächen im und außerhalb des MFA zuordnen
Bei im INVEKOS-GIS digitalisierten Flächen genügt laut LK die Feldstücks- und Schlagnummer laut Mehrfachantrag. Für nicht beantragte Flächen nennt sie Grundstücksnummer und Katastralgemeindenummer. Räume werden eindeutig bezeichnet, etwa Silo 1 oder Glashaus 2. Das LK-Tool unterstützt die Georeferenzierung über Grundstücksnummer oder GPS-Koordinaten. [3][3][3][1]
Legen Sie den Ortsnamen und den Identifikator nebeneinander ab. Vereinbaren Sie bei mehreren Mitarbeitenden gemeinsame Bezeichnungen und erklären Sie interne Kürzel. Bei einem neu abgegrenzten Teilbereich sollte später noch verständlich sein, welcher Bereich zum dokumentierten Zeitpunkt gemeint war. Prüfen Sie eine abgeschlossene Zeile deshalb mit dem Flächenverzeichnis, das zu dieser Anwendung gehört.
Einen Eintrag gegenlesen und die Datei ausgeben
Lesen Sie die Zeile abschließend als zusammenhängenden Vorgang: welches Produkt, an welchem Tag, an welchem Ort, auf welcher Einheit und mit welcher Menge? Vergleichen Sie die Angaben mit Ihrer Anwendungsnotiz und halten Sie die Antwort auf eine Rückfrage direkt bei der betreffenden Aufzeichnung fest. Bei einem Fremdprotokoll bewahren Sie zusätzlich die erhaltene Ausgangsfassung auf.
Speichern Sie die Datei und öffnen Sie eine Ausgabe probeweise erneut. Kontrollieren Sie, ob Spaltennamen, Sonderzeichen, Dezimalwerte und Einheiten lesbar bleiben. Wählen Sie für den Vergleich unterschiedliche Behandlungstypen statt ausschließlich fast gleicher Feldanwendungen. Diese Prüfung beschreibt Ihre eigene Datei und begründet keine amtliche Zulassung eines Programms.
Die zeitlichen Pflichten behandelt die Digitalübersicht. Für die anschließende Jahresablage nutzen Sie die Aufbewahrungsanleitung. Die Softwareübersicht hilft, wenn Sie neben einer Tabelle auch Plausibilitätsprüfungen oder gemeinsame Arbeitsabläufe bewerten möchten.
EPPO-Zuordnung bei einer technischen Codeänderung
Das BAES erläutert eine konkrete Änderung im Kulturbaum: Die Codierung für Weißkraut wurde von BRSOL auf BRSOH geändert. Kulturbaum und betroffene Registerindikationen wurden mit Stichtag 30. Jänner 2026 angepasst; der Zulassungsumfang blieb durch diese technische Änderung unverändert. Dieser veröffentlichte Fall zeigt, weshalb eine alte betriebliche Codeliste bei der Pflege einer Arbeitsmappe Aufmerksamkeit braucht. [6]
Ordnen Sie bei einer Aktualisierung zunächst die tatsächliche Kultur zu. Vergleichen Sie anschließend den gespeicherten Code mit der aktuellen beschriebenen Zuordnung und erhalten Sie eine verständliche Bezeichnung daneben. Ändern Sie eine historische Zeile nicht allein deshalb ohne Erklärung, weil sich eine aktuelle Referenzdarstellung geändert hat. Halten Sie im eigenen Bearbeitungsvermerk fest, welche Zuordnung geprüft und welcher tatsächliche Datensatz betrachtet wurde.
Warum stehen EPPO und BBCH auf derselben Vorlage?
EPPO dient der Kulturzuordnung; die AMA-Feldliste nennt daneben das Entwicklungsstadium, sofern relevant. Die steirische Arbeitsmappe enthält Informationen zu beiden Themen auf Seite 2. Lesen Sie die Felder getrennt: Eine Kulturbezeichnung erklärt nicht von selbst, welches Entwicklungsstadium bei einem bestimmten Anwendungstag gemeint ist. [6][4][2]
Wie passen Gewächshaus, Lager und Saatgut in eine Tabelle?
Die AMA unterscheidet Verwendungsarten und bezeichnet den jeweiligen behandelten Umfang. Für Saatgut werden Kilogramm, Tonnen oder Samenanzahl genannt; für Einrichtungen kommen die zutreffenden Raum- beziehungsweise Flächenbezüge hinzu. Die LK beschreibt die eindeutige Bezeichnung geschlossener Räume wie Silo 1 oder Glashaus 2. [4][4][4][3]
Legen Sie deshalb vor der Eingabe fest, welche Bedeutung die Mengenspalten in Ihrem konkreten Vorgang haben. Schreiben Sie eine erklärende Einheit unmittelbar zum Wert und erhalten Sie diese Beschriftung auch in einer exportierten Auswahl. Vergleichen Sie die Ausgabe mit einem Anwendungsprotokoll derselben Verwendungsart. Eine erfolgreiche Übertragung in eine Tabellenzeile sollte immer noch denselben tatsächlich ausgeführten Vorgang beschreiben.
