# Eine Pflanzenschutzaufzeichnung Feld für Feld ausfüllen

URL: https://leafwrit.com/de/pflichtangaben-pflanzenschutz-dokumentation/
Reviewed: 2026-10-23

Tragen Sie eine Pflanzenschutzanwendung so ein, dass Mittel, Zeitpunkt, Aufwand, behandelter Ort, Kultur und ausführende Person eindeutig zusammengehören. Die LfL nennt zusätzlich Verwendungsart, Zulassungsnummer und EPPO-Code; Startzeit und BBCH-Stadium werden bei den entsprechenden Anwendungsbeschränkungen benötigt. Diese Anleitung führt durch die Felder und zeigt ein ausdrücklich erfundenes Organisationsbeispiel. [^1]

## Die Angaben vor dem Tippen zusammenlegen

Nehmen Sie die Unterlagen zum tatsächlich durchgeführten Vorgang zur Hand: Ihre Anwendungsnotiz, die Produktidentität, die Flächenzuordnung und die Angaben zur ausführenden Person. Dieser Arbeitsvorschlag soll verhindern, dass ein fehlender Wert während des Ausfüllens nur geraten wird. Beginnen Sie mit dem, was feststeht, und benennen Sie jede offene Stelle ausdrücklich. Ein Entwurf mit offenen Feldern ist noch keine vollständige Aufzeichnung.

Die erste Erfassung ist unverzüglich vorzunehmen. Niedersachsen trennt diese Aufgabe von einer späteren Umwandlung in elektronische Form. Verwenden Sie die nachfolgende Ausfüllfolge deshalb nicht als Begründung dafür, einen gesamten Vorgang erst beim Saisonabschluss aufzuschreiben. Der [Fristenleitfaden](/de/pflanzenschutz-dokumentation-2027/) erläutert den zeitlichen Zusammenhang. [^4]

## Verwendungsart und Einheit zuerst festlegen

Die LfL unterscheidet Verwendungen im Freiland, auf öffentlichen Flächen, im Lager und Gewächshaus sowie in Anlagen zur Behandlung von Saat- und Pflanzgut. Dazu passen unterschiedliche Angaben zum behandelten Umfang. Die Auswahl der Verwendungsart ist daher der Ausgangspunkt für die nachfolgenden Mengenfelder. [^1]

Die LfL erläutert die tatsächlich eingesetzte Produktmenge je Flächen- oder Gewichtseinheit. Für die behandelte Einheit nennt sie Fläche, Raumvolumen oder Saat- beziehungsweise Pflanzgutmenge. Bei Einzelpflanzenbehandlungen genügt nach ihrem Hinweis die Konzentration, beispielsweise Gramm oder Milliliter je Liter. Übertragen Sie nicht einfach eine vorhandene Hektarspalte auf einen andersartigen Vorgang. [^1]

| Begriff | Was damit gemeint ist | Womit Sie die Angabe abgleichen |
| --- | --- | --- |
| Verwendungsart | Typ des dokumentierten Einsatzes | Tatsächlicher Behandlungsvorgang |
| Aufwandmenge | Eingesetzte Produktmenge mit zutreffendem Bezug | Eigenes Anwendungsprotokoll und Einheit |
| Behandelter Umfang | Tatsächlich behandelte Fläche oder andere Einheit | Zugeordnete Flächen- beziehungsweise Mengenunterlage |
| Standort | Lokalisierung der Behandlung | Verwendeter Identifikator oder Geobezug |

Diese Feldbedeutungen beruhen auf LfL: Dokumentation und Pflichtangaben[^1] und der LfL-Erläuterung[^1].

## Das verwendete Produkt eindeutig nennen

Schreiben Sie den vollständigen Namen des eingesetzten Pflanzenschutzmittels und seine Zulassungsnummer ab. Die LfL führt beide Angaben ausdrücklich auf. Kontrollieren Sie beim Übernehmen einer älteren Zeile, ob die Produktidentität für den neuen Vorgang wirklich dieselbe ist. Eine ähnlich klingende Abkürzung ist kein Ersatz für die eindeutige Angabe. [^1]

Wenn die Produktzuordnung ungeklärt bleibt, nutzen Sie die amtliche Datenbank des BVL als Ausgangspunkt zur Prüfung der Zulassung und der konkreten Anwendung. Tragen Sie keine Nummer eines nur ähnlich bezeichneten Mittels ein. Die Datenbank ersetzt außerdem nicht Ihre betriebliche Kenntnis darüber, welches Produkt tatsächlich ausgebracht wurde. [^7]

## Ort und behandelten Umfang getrennt beschreiben

Die LfL verlangt eine lokalisierbare behandelte Fläche und den Umfang mit passender Einheit. Ein bekannter Schlagname beantwortet die Frage nach dem Ort, erklärt aber für sich noch nicht den behandelten Umfang. Lesen Sie deshalb beide Angaben gemeinsam und prüfen Sie, ob sie dieselbe Anwendung beschreiben. [^1]

Bei einer Teilflächenbehandlung sollten Sie insbesondere nicht aus Bequemlichkeit die Gesamtfläche als behandelten Umfang übernehmen. Die Niedersachsen-Erläuterung behandelt präzise beziehungsweise teilflächenbezogene Anwendungen eigens. Unser [regionaler Leitfaden](/de/pflanzenschutz-dokumentation-niedersachsen/) erklärt, weshalb der tatsächlich behandelte Bereich beim Abgleich Aufmerksamkeit braucht. [^4]

## Kultur, EPPO und Entwicklungsstadium zusammen prüfen

Die Kulturbezeichnung gehört in den Eintrag; der EPPO-Code wird angegeben, sofern vorhanden. [^5][^1]

Der praktische Abgleich beginnt bei der tatsächlich behandelten Kultur. Ordnen Sie ihr den geprüften Code zu und sehen Sie anschließend nach, ob die Anwendungsbedingungen eine Entwicklungsangabe erfordern. Ist der Code nicht geklärt, markieren Sie die Rückfrage und verwenden Sie keine frei erfundene Buchstabenfolge. Für Rebanlagen gibt es ergänzende Hinweise im [Weinbau-Artikel](/de/spritztagebuch-weinbau/). Die LWG behandelt dort das Zusammenspiel von Dokumentation und Beobachtung. [^6]

## Datum, gegebenenfalls Beginn und Person eintragen

Das Anwendungsdatum gehört in die Aufzeichnung. Einen Startzeitpunkt nennt die LfL als bedingte Angabe, wenn die Verwendung auf bestimmte Tageszeiten beschränkt ist. Ebenso gehört der Vor- und Nachname der ausführenden Person dazu. Setzen Sie das Datum der späteren Übertragung nicht an die Stelle des Anwendungsdatums. [^1]

Prüfen Sie bei einem Protokoll des Lohnunternehmens, ob die Person erkennbar bleibt und sich die Unterlage Ihrem Betrieb zuordnen lässt. Die Betriebsleitung muss die Flächenaufzeichnungen mit Angabe des jeweiligen Anwenders zusammenführen. Eine interne Abkürzung kann beim eigenen Lesen vertraut sein; bei der Zusammenführung sollte ihre Bedeutung deshalb geklärt werden. [^8]

## Eine frühere Behandlung in Leafwrit übernehmen

Leafwrit erfasst Behandlungen ohne Netz und übernimmt frühere Einträge als Ausgangspunkt für eine neue Anwendung. Die gespeicherten Aufzeichnungen lassen sich nach Länderprofil exportieren. Passen Sie beim Wiederholen Produkt, Datum, Kultur, behandelten Umfang und Anwender an den tatsächlich ausgeführten Vorgang an.

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## Beispiel: Ort, Menge und Person gemeinsam lesen

Das folgende **frei erfundene Organisationsbeispiel** dient zum Üben der Zuordnung. Die Werte beschreiben einen erfundenen Vorgang; sie sind keine Anwendungsempfehlung.

| Beispielvorgang | Interne Ortsbezeichnung | Schlaggröße | Behandelter Umfang | Anwender |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 20. Mai 2026 | Übungsparzelle Ost | 4,00 ha | 2,00 ha | Maria Beispiel |

Lesen Sie die Zeile als Satz: Maria Beispiel hat im erfundenen Vorgang am 20. Mai einen Umfang von 2,00 ha auf der Übungsparzelle Ost behandelt. Ordnen Sie anschließend den Ort einer Flächenunterlage zu. Für die vollständige Anwendungsaufzeichnung ergänzen Sie die tatsächlich verwendeten Produktangaben, die Aufwandmenge mit Einheit, die Kultur und die jeweils nötigen bedingten Angaben. Die fachliche Feldliste stammt von der LfL. [^1]

Bearbeiten Sie eigene Vorgänge in derselben Reihenfolge: Verwendungsart festlegen, Produktidentität übernehmen, Anwendungsdatum eintragen, Aufwand und behandelten Umfang auseinanderhalten und den Ort zuordnen. Ergänzen Sie Kultur und Code, prüfen Sie Zeit- und Entwicklungsbedingungen und benennen Sie die ausführende Person. Vergleichen Sie den fertigen Datensatz mit der Ausgangsnotiz. Für eine vollständig ausgefüllte Musteranwendung bietet die LfL zusätzlich eine eigene Beispielarbeitsmappe an. [^3]

## Durchgerechnetes Beispiel für die Aufbewahrung

Für die Aufbewahrung gilt folgende Beispielrechnung: Aufzeichnungen aus 2026 bleiben nach der dort erläuterten Berechnung bis einschließlich 31. Dezember 2029 erhalten. Der Fristbeginn liegt am Anfang des folgenden Jahres. Die LfL erläutert die Dauer; § 11 Absatz 3 PflSchG regelt den Fristbeginn. [^1][^8]

| Entstehungsjahr der Aufzeichnung | Beginn der Frist | Mindestdauer in vollständigen Folgejahren | Aufbewahren einschließlich |
| --- | --- | --- | --- |
| 2026 | Anfang des Folgejahres | Drei Jahre | 31. Dezember 2029 |

Ordnen Sie die berechnete Frist dem Entstehungsjahr der Aufzeichnung zu. Legen Sie bei Ihren eigenen Unterlagen den Aufbewahrungsbezug neben den Jahresordner, damit eine spätere Aufräumaktion nicht nur vom Datum des Programmwechsels ausgeht.

## Eintrag fertigstellen und übergeben

Bei Dienstleistungen erhält der Auftraggeber unverzüglich Zugang zu den Aufzeichnungen beziehungsweise eine Kopie. Halten Sie daher fest, welche Fassung Ihrer Aufzeichnung übergeben wurde und wo die zugehörige Datei liegt. [^4]

Für die spätere technische Ausgabe behandelt [Excel und CSV](/de/pflanzenschutz-excel-csv/) den Unterschied zwischen Eingabemappe und strukturierter Datei. Beginnen Sie diesen Schritt erst, nachdem die fachlichen Werte zugeordnet sind. Eine erfolgreiche Speicherung sagt sonst wenig darüber aus, ob der dokumentierte Vorgang ohne ergänzende Erinnerung nachvollzogen werden kann.

## Produktpacks und besondere Verwendungen richtig erfassen

Bei Packs verlangt die LfL die vollständigen Namen der einzelnen enthaltenen Pflanzenschutzmittel samt jeweiliger Zulassungsnummer. Tragen Sie deshalb die Bestandteile einzeln ein und ordnen Sie die Aufwandangabe dem jeweiligen Mittel zu. Das PDF der LfL nennt den Pflanzenschutzmittelbehälter und die BVL-Zulassungsdatenbank als Fundstellen für die Produktidentität. [^1][^2]

Bei einer Lagerraumbehandlung können nach der LfL-Klarstellung die Felder Kulturpflanze und EPPO-Code frei bleiben. Der Behandlungsvorgang selbst wird dokumentiert. Für eine Beizung im eigenen Betrieb erfassen Sie die gebeizte Saatgutmenge anstelle der Anwendungsfläche. Bei einem Auszubildenden als ausführender Person kommt der verantwortliche Ausbilder hinzu. [^1]

Legen Sie diese Fälle in Ihrer internen Ausfüllhilfe nebeneinander. Notieren Sie bei jeder Verwendungsart, welche betriebliche Unterlage den Umfang erklärt und wer Rückfragen beantwortet. Prüfen Sie eine neue Zeile zuerst anhand des tatsächlichen Vorgangs und anschließend anhand der verwendeten Feldüberschriften. So bleiben unterschiedliche Behandlungstypen auch bei einer gemeinsamen Jahresablage verständlich.

### Welche Produktangaben sind erforderlich?

Der vollständige Name des tatsächlich verwendeten Mittels und seine Zulassungsnummer. [^1]

### Was beschreibt der behandelte Umfang?

Die Größe oder der Umfang der tatsächlich behandelten Fläche beziehungsweise das behandelte Volumen oder die behandelte Saat- und Pflanzgutmenge. [^1]

### Wann ist das BBCH-Stadium erforderlich?

Wenn die Verwendung des Mittels aufgrund der Indikation auf bestimmte BBCH-Stadien bezogen ist. [^1]

### Wer wird bei einem Auszubildenden zusätzlich angegeben?

Neben dem ausführenden Auszubildenden wird der verantwortliche Ausbilder angegeben. [^1]

### Muss die Beizung von Saatgut im eigenen Betrieb aufgezeichnet werden?

Die LfL unterscheidet die Beizung von der Aussaat bereits gebeizten Saatguts. Die Beizung ist eine Pflanzenschutzanwendung; bei eigener Beizung wird die behandelte Saatgutmenge statt einer Anwendungsfläche erfasst. [^1]

### Was wird bei Gewächshaus- und Lagerbehandlungen als Umfang erfasst?

Die LfL nennt Größe oder Umfang der tatsächlich behandelten Einheit, bei Gewächshaus oder Lager auch das behandelte Volumen. Verwendungsart und Einheit werden passend zum ausgeführten Vorgang zugeordnet. [^1]

## Sources

- [LfL: Dokumentation und Pflichtangaben](https://www.lfl.bayern.de/ips/recht/030358/), read 2026-10-23
- [LfL: Erläuterungen zum Formular](https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/dateien/erl%C3%A4uterungen_zur_elektronischen_aufzeichnungspflicht.pdf), read 2026-10-23
- [LfL: ausgefülltes Dokumentationsbeispiel](https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/dateien/beispiel_pflanzenschutzdokumentation.xlsx), read 2026-10-23
- [Pflanzenschutzdienst Niedersachsen: Aufzeichnungen ab 2026 und 2027](https://www.pflanzenschutzdienst-niedersachsen.de/pflanzenschutz/news/29578_Dokumentationspflicht_von_Pflanzenschutzmittel-Anwendungen_Neue_Vorgaben_ab_2026), read 2026-10-23
- [Landwirtschaftskammer NRW: Aufzeichnungspflicht](https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/genehmigungen/aufzeichnung.htm), read 2026-10-23
- [LWG Bayern: Dokumentation im Weinbau](https://www.lwg.bayern.de/weinbau/rebe_weinberg/103223/index.php), read 2026-10-23
- [BVL: Online-Datenbank](https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/01_ZugelPSM/01_OnlineDatenbank/psm_onlineDB_node.html?cms_thema=Online+Datenbank), read 2026-10-23
- [PflSchG § 11: Aufzeichnungen](https://www.gesetze-im-internet.de/pflschg_2012/__11.html), read 2026-10-23
